Aufblasbarer Kugel-Lichtformer für 360°-Ausleuchtung — erzeugt natürliches, schattenloses Licht.
Technische Details
Das Space Light arbeitet mit einer Farbtemperatur von 5600K (Tageslicht) und erreicht einen CRI-Wert (Color Rendering Index) von 96+ sowie einen TLCI-Wert von 97+. Die LED-Arrays sind in der transluzenten Kugel gleichmäßig verteilt und werden über DMX512 oder drahtlos per Bluetooth gesteuert. Das Gerät verbraucht maximal 300 Watt bei einer Lebensdauer der LEDs von 50.000 Stunden. Der Leuchtenkörper lässt sich stufenlos dimmen (0-100%) und wird über Standard-Babypins oder Bowens-Mount befestigt.
Geschichte & Entwicklung
Aputure präsentierte das Space Light 2019 als Ergänzung zur Nova-Serie und reagierte damit auf die wachsende Nachfrage nach omnidirektionalen LED-Lösungen. Die Entwicklung basierte auf den Erfahrungen mit dem größeren Nova P300c und zielte darauf ab, praktische Kugellicht-Ästhetik ohne die Nachteile traditioneller Tungsten-Space-Lights zu bieten. 2021 folgte eine überarbeitete Version mit verbesserter Farbkonsistenz und erweiterten Steuerungsoptionen.
Praxiseinsatz im Film
Das Space Light eignet sich besonders für gleichmäßige Grundausleuchtung in Innenräumen, wo hartes Führungslicht vermieden werden soll. DoPs verwenden es häufig als praktisches Licht (Practical Light) in Szenarien mit Lampen oder Leuchtern, da die Kugelform natürlichen Lichtquellen ähnelt. In Automobilszenen wird es gerne im Fahrzeuginnenraum positioniert, um weiches, gleichmäßiges Licht auf alle Insassen zu werfen. Der geräuschlose Betrieb macht es ideal für Tonaufnahmen, während die geringe Wärmeentwicklung längere Takes ohne Belüftung ermöglicht.
Vergleich & Alternativen
Im Gegensatz zu traditionellen Space-Lights mit Tungsten-Leuchtmitteln erzeugt das LED-Modell keine nennenswerte Hitze und verbraucht deutlich weniger Energie. Das Arri SkyPanel als Flächenleuchte bietet mehr Lichtleistung, jedoch ohne omnidirektionale Abstrahlung. Kinoflo Balloon-Lights erreichen ähnliche Lichtverteilung, benötigen aber mehr Aufbauzeit und sind weniger transportabel. Für größere Sets mit höherem Lichtbedarf bleibt das Aputure Nova P600c die logische Wahl, während kleinere Produktionen oft zum kompakteren Amaran-Sortiment greifen.