Tiffen Black Pro-Mist 1/8 — Schwächste Stufe des Weichzeichnungsfilters für subtile Hautglättung ohne Schärfeverlust.
Technische Details
Die optische Dichte des Black Pro-Mist 1 liegt bei 0.1, wodurch die Lichtübertragung auf etwa 80% reduziert wird. Der Filter besteht aus einem klaren Glassubstrat mit eingebetteten schwarzen Partikeln unterschiedlicher Größe (5-50 Mikrometer Durchmesser). Die Partikelverteilung beträgt etwa 200-300 Partikel pro Quadratmillimeter. Verfügbar ist der Filter in Standardgrößen von 52mm bis 138mm sowie als 4x4" und 4x5.65" Mattebox-Einsätze. Die Mehrschichtvergütung reduziert Reflexionen auf unter 0.5% pro Oberfläche.
Geschichte & Entwicklung
Tiffen entwickelte die Pro-Mist-Serie in den frühen 1980er Jahren als Alternative zu den klassischen Fog-Filtern. Der Black Pro-Mist wurde 1987 eingeführt und sollte die Nachteile der weißen Diffusionspartikel eliminieren, die bei starkem Gegenlicht unerwünschte Flares erzeugten. Die schwarzen Partikel absorbierten störendes Streulicht und boten präzisere Kontrolle über den Diffusionseffekt. Seit 2010 wird eine verbesserte Version mit gleichmäßigerer Partikelverteilung produziert.
Praxiseinsatz im Film
Roger Deakins verwendete Black Pro-Mist 1/8 und 1/4 durchgehend bei "Blade Runner 2049" (2017) für den charakteristischen Look der Innenszenen. Der Filter reduziert digitale Schärfe bei Alexa- und RED-Kameras und erzeugt einen organischeren Hautton. Typisch ist der Einsatz bei Porträts mit starkem Key-Light, wo der Filter harte Schatten mildert ohne die Augen zu verwaschen. Bei LED-Panels verstärkt er die Streuung um den Faktor 1.8 verglichen mit ungefiltertem Licht.
Vergleich & Alternativen
Gegenüber dem klassischen Pro-Mist ohne schwarze Partikel erzeugt der Black Pro-Mist 30% weniger Grundschleier und behält tiefere Schwarzwerte. Der Schneider Hollywood Black Magic bietet ähnliche Eigenschaften mit etwas stärkerer Kontrastreduzierung. Digitale Alternativen wie DaVinci Resolve's "Film Glow" erreichen nicht die selektive Lichtabsorption echter Glasfilter. Bei extremen Weitwinkelobjektiven unter 16mm können ungleichmäßige Diffusionseffekte auftreten, weshalb dann Schneider-Filter mit gleichmäßigerer Beschichtung bevorzugt werden.