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Equity
Produktion

Equity

British Actors Equity Association (Equity)
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Britische Gewerkschaft für Schauspieler und Performer — regelt Gagen, Arbeitszeiten und Vertragsbedingungen auf britischen und internationalen Sets. Jeder namhafte Actor ist Mitglied.

Wer auf britischen Sets arbeitet, kommt um Equity nicht herum — die Gewerkschaft sitzt bei jeder größeren Produktion mit am Tisch. Als Produzent oder Line Producer musst du wissen: Equity regelt nicht nur die Gagen deiner Schauspieler, sondern definiert, wie lange die am Set stehen dürfen, wann Pausen fällig sind und welche Rechte sie bei Nachnutzung haben. Das klingt bürokratisch, ist aber pure Praxis-Realität.

Die Equity-Mitgliedschaft ist für etablierte Darsteller faktisch obligatorisch — ohne sie landest du in Britain schnell als "non-union" und bist damit für größere Produktionen unwählbar. Equity verhandelt sogenannte Standard Contracts — Muster-Verträge, die vorsehen, dass ein Schauspieler bei einer zehntägigen Drehrolle eben nicht zehn Tage am Stück in einem Keller stehen darf. Ruhezeiten zwischen Drehtagen, Catering, Fahrtkosten — all das ist kodifiziert. Als DoP merkst du das indirekt: Du kannst nicht einfach beschließen, einen Take um 23 Uhr nochmal zu drehen, wenn der Lead-Actor morgens um 6 Uhr antreten muss und sein Ruherecht nach Equity-Regelwerk noch nicht erfüllt ist.

Besonders relevant wird Equity bei kleineren oder unabhängigen Produktionen — hier gibt es oft Friction zwischen dem Budget und den Anforderungen. Eine Low-Budget-Serie kann nicht so flexibel verhandeln wie ein Studio-Film; Equity kennt da aber auch gestufte Modelle für Independent-Projekte. Internationale Co-Produktionen, die auf der Insel drehen, müssen sich ebenfalls nach Equity richten — das ist nicht optional. Auch bei Stunt-Leuten und Tänzern (falls sie Equity-Member sind) greifen ähnliche Regelungen.

Für deine tägliche Arbeit heißt das: Klär die Equity-Status deiner Darsteller früh ab, frag nach ihren Ruhezeiten, und koordinier mit deinem 1. AD, dass die verfügbaren Arbeitsblöcke tatsächlich eingehalten werden. Verletzungen führen nicht nur zu Konflikten mit der Gewerkschaft, sondern auch zu echten Verzögerungen. In der Praxis hat sich bewährt, bereits im Pre-Production-Gespräch mit dem Produktionsmanagement die Equity-Anforderungen in die Drehplanung zu integrieren — dann läuft es rund.

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