Non-linear tonal curve defining the relationship between input signal and displayed brightness.
Definition
Gamma beschreibt die nicht-lineare Beziehung zwischen elektrischem Signal und Leuchtdichte. Historisch bedingt durch CRT-Röhrencharakteristik, heute mathematisch definiert für Farbraumstandards.
Anwendung in der Praxis
Standard-Gamma 2.2-2.4 für Displays. Log-Gamma für Aufnahme (maximiert Dynamikumfang). PQ (Perceptual Quantizer) für HDR. Die richtige Gamma-Einstellung ist essentiell für korrekten Kontrast.
Technische Details
Mathematisch: Output = Input^γ. Rec.709 verwendet Gamma ~2.4 mit Toe-Anpassung. sRGB hat komplexere Kurve mit linearem Teil. Log-Kurven (Log-C, S-Log) nutzen logarithmische Funktion statt Potenz.
Aktuelles
Die Gamma-Korrektur spielt eine zentrale Rolle bei der Konvertierung zwischen verschiedenen Farbräumen und Helligkeitsstandards. Bei der Umwandlung von HDR-Material (BT.2020 ST2084/PQ) zu SDR (Rec.709) müssen unterschiedliche Gamma-Kurven berücksichtigt werden, da PQ (Perceptual Quantizer) eine andere mathematische Helligkeitskodierung verwendet als die traditionelle Gamma-2.4-Kurve von Rec.709. Moderne Color-Grading-Software wie DaVinci Resolve automatisiert diese komplexen Gamma-Transformationen zunehmend.