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Re-Recording Mixer
Ton · Rollen

Re-Recording Mixer

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Re-Recording Mixer works in post-production to create the final mix by blending all dialogue, music, and sound effects tracks.

Definition

Der Mischtonmeister verantwortet die finale Tonmischung eines Films durch das Zusammenführen aller separaten Tonspuren zu den endgültigen Stereo-, 5.1-, 7.1- oder Atmos-Masterfassungen. Er arbeitet an speziellen Mischkonsolen mit 48-192 Eingangskanalzügen und steuert dabei Pegel, Panorama, EQ-Parameter und Raumhalleffekte für Dialog-, Musik- und Geräuschebenen. Der Begriff entwickelte sich aus dem ursprünglich rein technischen "Recording Mixer" der 1930er Jahre zum kreativen Gestalterberuf.

Technische Details

Moderne Mischplätze operieren mit 96 kHz/24-bit Auflösung über digitale Konsolen wie die Avid S6 oder SSL System T. Die Abhörlautstärke erfolgt standardisiert bei 85 dB SPL (C-gewichtet), gemessen an der Hörposition. Für Dolby Atmos stehen bis zu 128 diskrete Audioobjekte zur Verfügung, die über bis zu 64 Lautsprecherkanäle wiedergegeben werden. Drei Spezialisierungen existieren: Dialog-Mixer (Sprache, ADR, Walla), Musik-Mixer (Score, Songs) und Effects-Mixer (SFX, Foley, Ambiences).

Geschichte & Entwicklung

1927 führten die Warner Brothers Studios mit "The Jazz Singer" erstmals einen dedizierten Sound Mixer ein. RCA entwickelte 1936 die ersten Multi-Channel-Mischpulte mit acht Eingängen. Der Durchbruch kam 1977 mit "Star Wars", wo Ben Burtt und Gary Rydstrom mehrkanalige Surroundmischungen etablierten. 1992 standardisierte Dolby Digital das 5.1-Format, 2012 revolutionierte Dolby Atmos die objektbasierte Tonmischung.

Praxiseinsatz im Film

Gary Rydstrom mischte "Jurassic Park" (1993) mit 128 separaten Dinosaurier-Sounds über sechs Wochen in 12-Stunden-Sessions. Für "Mad Max: Fury Road" (2015) verwendete Chris Jenkins 7.200 individuelle Soundelemente. Der Workflow umfasst Pre-Dubs (Vormischungen einzelner Kategorien), Final Mix (Gesamtmischung) und Print Master (technische Endabnahme). Kinomischungen benötigen 2-6 Wochen, Streaming-Versionen zusätzliche 3-5 Tage für Loudness-Anpassungen (-27 LUFS für Netflix).

Vergleich & Alternativen

Abgrenzung zum Produktions-Tonmeister, der am Set aufnimmt, und zum Sound Designer, der Sounds kreiert. Der Supervising Sound Editor koordiniert die Postproduktion, der Re-Recording Mixer führt aus. KI-basierte Auto-Mixing-Tools wie iZotope RX oder Adobe Audition automatisieren Grundfunktionen, ersetzen aber nicht die kreative Entscheidungsfindung. Remote-Collaboration-Tools ermöglichen seit COVID-19 verteiltes Arbeiten über Source-Connect oder SessionLinkPro.

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