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Vector Star
Kamera · Begriffe

Vector Star

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Murnau AI illustration
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Star-shaped filter tool that splits point light sources into characteristic rays. Created by crossed grid structures to produce the classic star flare effect on practical and artificial lights.

Technische Details

Das Vector Star-System besteht aus mindestens 8 Infrarot-Kameras mit 1,3-Megapixel-Auflösung, die in einem Radius von 3-12 Metern um das Set positioniert werden. Der Kamera-Rig trägt 12-24 retroreflektive Marker in sternförmiger Konfiguration mit einem Durchmesser von 14 mm. Die Latenz beträgt unter 16,7 ms bei 60 fps Bildrate. Das System verarbeitet sechs Freiheitsgrade (6DOF): X-, Y-, Z-Position sowie Rotation um alle drei Achsen. Die Kalibrierung erfolgt über einen proprietären Wand-Algorithmus mit einer Referenz-Sphäre von 150 mm Durchmesser.

Geschichte & Entwicklung

Entwickelt wurde Vector Star 2018 von der britischen Firma Ncam Technologies als Weiterentwicklung ihres Mk2-Systems. Die erste kommerzielle Anwendung erfolgte bei der Netflix-Serie "The Dark Crystal: Age of Resistance" (2019). 2020 integrierte Ncam die Unreal Engine-Kompatibilität für Virtual Production. Nach der Übernahme durch Mo-Sys Engineering 2021 wurde das System in den Broadcast-Bereich erweitert und erhielt 2022 die vierte Hardwaregeneration mit verbesserter Marker-Erkennung bei hellem Umgebungslicht.

Praxiseinsatz im Film

Vector Star ermöglicht komplexe Kamerabewegungen in Virtual Sets, wie sie bei "The Mandalorian" (2019-2023) für die StageCraft-Technologie eingesetzt wurden. Der Workflow beginnt mit der Set-Kalibrierung, gefolgt von der Real-Time-Übertragung der Tracking-Daten via Ethernet an die Render-Engine. Besonders bei Steadicam-Aufnahmen in LED-Volumes zeigt das System Stärken, da es unabhängig von Bildfeatures arbeitet. Nachteile entstehen bei reflektierenden Oberflächen und direkter Sonneneinstrahlung, die die Marker-Erkennung beeinträchtigen können.

Vergleich & Alternativen

Anders als markerlose Systeme wie CamTrack AR benötigt Vector Star keine strukturierten Umgebungen oder Feature-Points. Gegenüber mechanischen Systemen wie Technocranes bietet es größere Bewegungsfreiheit ohne Verkabelung. Alternative Tracking-Systeme sind OptiTrack für kleinere Sets oder Stype RedSpy für Broadcast-Anwendungen. Vector Star eignet sich primär für mittlere bis große Film-Sets mit kontrollierten Lichtverhältnissen, während GPS-basierte Systeme bei Außenaufnahmen bevorzugt werden.

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