Electronic Theatre Controls — US-Hersteller für professionelle Bühnenscheinwerfer und Lichtpulte, Standard in Film und Theater.
Technische Details
ETCs Flaggschiff-Konsole Eos Ti erreicht eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 44 Universen bei 44 Hz Refresh-Rate und steuert über 65.000 Parameter gleichzeitig. Die Element-Serie bietet 250 motorisierte Fader mit 0,1-Sekunden-Ansprechzeit und unterstützt sACN-, Art-Net- und ETCNet3-Protokolle. Die Source Four LED-Scheinwerfer liefern 14.400 Lumen bei 95 CRI und decken das Farbspektrum von 2.700K bis 6.500K ab. Die Cobalt-Familie arbeitet mit 32-Bit-Prozessoren und verarbeitet Cue-Änderungen in unter 20 Millisekunden.
Geschichte & Entwicklung
Fred Foster gründete ETC 1975 in Wisconsin und revolutionierte 1986 mit dem ersten computerbasierten Lichtpult Obsession die Branche. 1998 folgte das erste DMX-kompatible System Congo, 2006 das touchscreen-basierte Eos-System. Die 2010 eingeführten Source Four LED-Spots ersetzten Halogenlampen durch variable Farbtemperatur-LEDs. 2019 erweiterte das ColorSource-System die Produktpalette um kostengünstige Lösungen für kleinere Produktionen.
Praxiseinsatz im Film
Cinematographer Roger Deakins verwendete ETC Eos-Konsolen bei "Blade Runner 2049" für die präzise Steuerung von über 800 LED-Panels in den Stadtszenen. Netflix-Produktionen wie "Stranger Things" setzen auf ETC Source Four LED-Arrays für konsistente Farbtemperaturen bei Nachtdrehs. Die Eos-Software ermöglicht Preset-Programmierung für Standard-Setups wie Interviews (Key 2.8K, Fill 1.2K, Background variabel) und reduziert Einrichtungszeiten um durchschnittlich 40%. Wireless-DMX-Module eliminieren Kabelwege bei Außendrehs.
Vergleich & Alternativen
ETC konkurriert hauptsächlich mit MA Lighting (GrandMA-Serie) und Avolites (Titan-Pulte). Während GrandMA bei Konzerten dominiert, bevorzugen Filmproduktionen ETC wegen der intuitiveren Software-Oberfläche und besseren Integration von Tungsten-/LED-Mischbetrieb. Blackmagic ATEM-Switcher bieten günstige Alternativen für kleinere Produktionen, erreichen aber nur 12-Bit-Farbauflösung gegenüber ETCs 16-Bit-System. Moderne Cloud-basierte Lösungen wie LightShark erfordern jedoch stabile Internetverbindung, was bei Remote-Locations problematisch wird.