Mobile Toilettenlösung für Sets — meist ein LKW mit mehreren Kabinen. Standard auf Location-Drehten, ohne die nichts läuft.
Auf jedem größeren Set brauchst du eines — und wenn es fehlt, merkst du es sofort. Der Honeywagon ist deine mobile Sanitäranlage, normalerweise ein vollausgestatteter LKW mit mehreren separaten Toilettenkabinen, Waschbecken und manchmal sogar Spiegeln. Je nach Größe des Sets und der Crew fasst ein Standard-Honeywagon 4 bis 8 Kabinen. Bei mehrtägigen Drehten an entlegenen Locations ist das Ding nicht nur praktisch — es ist die Grundvoraussetzung, um die Crew bei Laune zu halten.
Der Name kommt aus dem amerikanischen Filmgeschäft und war lange Zeit eine Running Gag in der Branche (die genaue Etymologie bleibt nebulös, aber jeder auf dem Set kennt das Wort). Die Größe und Ausstattung hängt vom Budget und der Crew-Stärke ab. Ein Indie-Dreh mit 30 Personen braucht einen kleineren Wagen; eine große Produktion mit 150+ Crewmitgliedern braucht möglicherweise zwei Honeywagons oder ein größeres Modell. Besonders wichtig wird das bei Wetterlagen — nichts zerstört die Moral schneller als eine Toilette ohne Dach in Regen und Wind.
In der Produktionsplanung — siehe auch Location Scout und Production Design — muss der Honeywagon früh kalkuliert werden. Er braucht Wasser-Zu- und Abführung (oder regelmäßige Leerungen durch spezialisierte Dienste), einen ebenen Platz auf dem Set und idealerweise diskrete Entfernung vom Drehbereich. Auf großen Sets koordiniert die Unit Production Manager den Einsatz; auf kleineren Produktionen kümmert sich die Location Manager darum. Der Wagen wird meist gemietet, nicht gekauft — das ist ein Standard-Posten im Budget.
Pro-Tipp: Achte darauf, dass der Honeywagon früh ankommt und spät verschwindet. Eine fehlende Toilette an Tag 2 eines mehrtägigen Drehs führt zu Unmut, Effizienzverlusten und in schlimmen Fällen zu Konflikten. Die beste Crew-Betreuung fängt mit den kleinen Dingen an — und der Honeywagon gehört dazu.