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Einfallslicht
Licht

Einfallslicht

Incident Light
Murnau AI illustration
photoflood available light fill light base illumination

Das Licht, das direkt auf die Oberfläche trifft — wird mit Handbelichtungsmesser gemessen. Entscheidend für korrekte Belichtung unabhängig von Oberflächenreflexion.

Auf dem Set misst du Einfallslicht, wenn du den Belichtungsmesser direkt in die Lichtquelle hältst — die Kugel zeigt dir, wie viel Energie tatsächlich auf die Oberfläche trifft, unabhängig davon, ob sie weiß, schwarz oder spiegelnd ist. Das ist der entscheidende Unterschied zur Objekthelligkeit, die der Kameramann über die Mattscheibe oder einen Reflexionsmesser erfasst. Einfallslicht interessiert dich, wenn du konsistent belichten willst und die Oberflächeneigenschaften des Sets dich nicht täuschen sollen — eine schwarze Wand reflektiert weniger zurück, aber die Lichtmenge, die sie trifft, ist identisch zur weißen daneben.

In der Praxis geht's um Zuverlässigkeit: Du positionierst die Messsonde so, dass sie in die gleiche Richtung wie die Kamera schaut, oder noch besser, du misst direkt am Talent oder an der kritischen Stelle im Bild. Bei mehreren Lichtquellen — Key Light, Fill, Back — misst du jede einzeln in Einfallslicht, um später die Balance zu verstehen. Das gibt dir eine objektive Basis für deine Lichtsetzung, besonders wichtig bei großflächigen Sets oder wenn du später andere Szenen matched und keine Zeit für endlose Testbelichtungen hast. Der Messwert wird zum dokumentierten Richtwert, auf den sich Gaffers und zweites Kamerateam verlassen können.

Praktischer Workflow: Beginne mit der Einfallslicht-Messung vor dem ersten Take. Halte die Kugel parallel zur Kamerachip-Ebene, nicht zur Lichtquelle — so erfasst du exakt das, was auf die Filmebene treffen wird. Bei HMI-Lampen oder bei Sonnenlicht mit Diffusion messest du den Wert mit und ohne Flaggen, um zu sehen, wie viel Licht du herausnimmst. Das ist verlässlicher als drauf zu gucken und zu raten. Besonders bei Tageslicht-Exterior-Szenen, wo sich die Sonne andauernd verschiebt, wird die Einfallslicht-Kontrolle zur Basislinie deiner Korrekturmaßnahmen — ND-Filter rein oder raus, Reflektor anpassen — alles nachrechenbar.

Der Unterschied zu Reflexionsmessungen (Spotmeter auf Objektive) zeigt sich im Schnitt: Zwei Einstellungen eines Schauspielers vor unterschiedlichen Hintergründen können in Einfallslicht identisch belichtet sein, aber der Reflex-Messwert variiert. Deshalb ist Einfallslicht die objektivere Referenz, wenn du über mehrere Drehtage hinweg einen Look stabilisieren musst. Es ist nicht glamourös, aber es ist die Sprache zwischen dir, dem Gaffers und dem Colorist — und sie sprechen Zahlen, nicht Gefühle.

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