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Leica Elmarit-R
Kamera · Equipment

Leica Elmarit-R

flowfokusleica · 7 Verwandte Begriffe
Murnau AI illustration
flow fokus leica para roll setup take

Hochwertige Objektivserie von Leica mit R-Bajonett, f/2.8 Lichtstärke. Heute oft auf digitale Kameras adaptiert für den typischen Leica-Look.

Technische Details

Die Elmarit-R-Serie umfasste Brennweiten von 19mm bis 180mm, wobei alle Objektive eine durchgängige Anfangsblende von f/2.8 aufwiesen. Klassische Brennweiten waren 24mm, 28mm, 35mm, 60mm Makro, 90mm und 135mm. Die 60mm Makro-Variante erreichte einen Abbildungsmaßstab von 1:2 ohne Zwischenringe. Alle Objektive verfügten über eine Springblende mit manueller Blendenvorwahl von f/2.8 bis f/16. Das optische Design basierte auf 6-8 Linsenelementen in 4-6 Gruppen, je nach Brennweite. Der Fokussierbereich reichte typischerweise von 0,3m bis unendlich, beim 90mm von 0,9m bis unendlich.

Geschichte & Entwicklung

1964 führte Leica das erste Elmarit-R 90mm f/2.8 zusammen mit der Leicaflex ein. 1968 folgten die Weitwinkel-Varianten 28mm und 35mm. Das legendäre 19mm Super-Elmarit-R kam 1980 auf den Markt und galt bis in die 2000er Jahre als Referenz für extreme Weitwinkel-Objektive. 1976 erweiterte das 60mm Makro-Elmarit-R die Serie um Nahaufnahme-Funktionalität. Mit der Einstellung des R-Systems 2009 endete auch die Elmarit-R-Produktion nach 45 Jahren.

Praxiseinsatz im Film

Elmarit-R-Objektive prägten den Look zahlreicher Independent-Filme der 1970er und 80er Jahre. Stanley Kubrick verwendete das 19mm Super-Elmarit-R für extreme Weitwinkel-Aufnahmen in "Eyes Wide Shut" (1999). Die kompakte Bauweise machte sie ideal für Handheld-Aufnahmen und enge Drehsituationen. Das 60mm Makro etablierte sich in der Produkt- und Detailfotografie für Filme. Der charakteristische Bokeh-Verlauf und die neutrale Farbwiedergabe ermöglichten konsistente Bildsprachen bei Brennweiten-Wechseln innerhalb der Serie.

Vergleich & Alternativen

Gegenüber den lichtstärkeren Summicron-R-Objektiven (f/2.0) boten Elmarit-R-Objektive kompaktere Abmessungen bei geringfügig reduzierter Lichtstärke. Im Vergleich zu Zeiss-Contax-Objektiven derselben Ära zeigten sie weniger Kontrast, dafür weichere Hauttöne. Moderne Alternativen sind Leica SL-Objektive oder adaptierte Summicron-M-Objektive an spiegellosen Kameras. Für Filmproduktionen werden heute oft Zeiss CP.3 oder Sigma Cine-Objektive verwendet, die ähnliche Brennweiten bei durchgängiger T-Blende bieten.

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