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Maquette
VFX

Maquette

Murnau AI illustration
hanging miniature foreground model virtual asset special effect effects animation effects

Maßstabgetreues physisches Modell für VFX-Referenz oder Stop-Motion-Animation — 1:24 bis 1:1000, je nach Anwendung. Gibt dem VFX-Team Tiefenwirkung und Lichtvorbild.

Du brauchst eine Maquette, sobald du ein Set oder eine Figur nicht 1:1 bauen kannst — sei es aus Kostengründen, Größenverhältnissen oder weil du hinterher tracken musst. Das ist dein physisches Modell im Miniaturformat, das dem VFX-Team und der Kamera die exakte Geometrie, Oberflächen und Lichtsituation vorgibt. Während dein digitales 3D-Modell später im Computer steht, arbeitet die Maquette analog und gibt dir sofort greifbare Information: Wie bricht Licht an einer Kante? Welche Schatten entstehen? Wie verhält sich die Oberflächenstruktur unter verschiedenen Winkeln?

Je nach Auftrag variiert der Maßstab massiv — ein Architektur-Modell für einen Drohnen-Flug ist oft 1:50 oder 1:100, eine Charakter-Maquette für Stop-Motion arbeitet näher an 1:10 bis 1:20, und ein winziges Raumschiff für Nahaufnahmen kann 1:500 sein. Das Entscheidende: die Maquette muss mit der Kamera fotografierbar sein. Das heißt, sie braucht genug Detail, damit Texturen lesbar bleiben, aber nicht so viel, dass die Fertigungszeit explodiert. Du baust die Bereiche detailliert aus, die du am Set fotografierst — der Rest kann reduziert sein.

In der praktischen Arbeit nutzen wir Maquetten in mehreren Szenarien: Motion-Control-Shots, wo die Kamera exakt an der Maquette vorbeifahren muss und später digital ein großes Set dahinter composite werden soll — hier ist die Maquette das Timing- und Raumgitter. Stop-Motion-Projekte arbeiten ausschließlich mit Maquetten, die armiert (beweglich gemacht) sind. Und in Hybrid-Produktionen fotografierst du die Maquette unter standardisierter Beleuchtung, um dem 3D-Team exakte Licht- und Oberflächenreferenzen zu geben. Das erspart Stunden in der digitalen Textur-und-Shading-Phase.

Handwerklich unterscheiden sich Maquetten je nach Material — Holz und Kunststoff für robuste Architektur-Modelle, Silikon und Armatur-Material für animierbare Figuren, Acryl und geätzte Oberflächen für futuristische Sets. Fotografierst du sie, brauchst du starre Halterungen und eine konsistente Lichtkonstellation (meist Halogene oder LED-Panels). Der digitale Workflow schließt nahtlos an: deine Fotos gehen direkt an Texturing und Lighting im CG-Pipeline — keine separate Rekonstruktion nötig, die Geometrie sitzt exakt.

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