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Option
Produktion

Option

Murnau AI illustration
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Vertraglich gesicherte Anwartschaft auf Dreharbeiten oder weiteren Einsatz — Schauspieler, Crew oder Material werden für einen Termin reserviert. Bindend, aber günstiger als Festvertrag.

Du hast einen Schauspieler gefunden, der perfekt passt — aber die Finanzierung ist noch nicht durch, und sein nächster Job könnte sich überschneiden. Hier kommt die Option ins Spiel: ein vertragliches Instrument, das dir Zugriff auf eine Person oder ein Asset sichert, ohne sie vollständig zu binden. Der Darsteller bleibt verfügbar für deinen Termin, kann aber in der Zwischenzeit nicht anderswo verpflichtet werden. Im Gegenzug zahlst du eine Optionsgebühr — deutlich unter dem Salär für den tatsächlichen Dreh, meist 10–25 Prozent des vereinbarten Honorars.

Am Set funktioniert das so: Du legst einen Optionszeitraum fest — zwei, vier, acht Wochen, manchmal Monate. Während dieser Zeit hältst du die Person reserviert. Verfallen lässt die Option, wenn dein Film nicht zustande kommt oder der Termin sich ändert; dann verlierst du die Gebühr, die Person ist frei. Aktiv machst du die Option, indem du sie ziehst — das heißt, du zahlst den Rest des vereinbarten Honorars und die Person ist nun tatsächlich für den Dreh engagiert. Das muss meist schriftlich erfolgen, oft mit vorgegebener Frist — bei Verzögerung verfällt dein Anrecht.

In der Praxis nutzen Produzenten Optionen, um flexibel zu bleiben. Du hast mehrere Darsteller im Auge, weißt aber noch nicht, welche Finanzierung realisierbar ist? Option auf alle drei, dann entscheidest du dich. Material-Optionen funktionieren genauso: Ein Lagerhaus mit Location-Potential wird optioniert, während du noch mit den Eigentümern verhandelst. Crew-Optionen sind seltener, aber bei Key Positions wie dem DoP oder Produzent Design durchaus üblich — besonders bei Low-Budget-Projekten, wo der Termin noch fluid ist.

Achtung: Optionen sind bindend — sowohl für dich als auch für die andere Seite. Wenn der Darsteller seine Option ziehen muss, kann er sich nicht abmelden. Andersherum: Verfährst du fahrlässig mit Optionszeiträumen oder Kündigungsfristen, kann der Darsteller dich in Regress nehmen. Dokumentation ist essentiell — ein klares Schreiben mit Ziehfrist und Gebühr erspart Ärger. Manche Darsteller verlangen auch Rolling-Optionen, die sich automatisch verlängern, solange du nicht offiziell abbrichst — das ist teurer, sichert ihnen aber mehr Planungssicherheit zu.

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Bildsprache verstehen, Equipment finden, Crew vernetzen.

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