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Parabolreflektor
Licht

Parabolreflektor

Parabolic Reflector
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Murnau AI illustration
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Parabolisch geformtes Reflektorsystem — bündelt Licht präzise und verlustarm. Erzeugt fokussiertes Seitenlicht, essentiell bei Außendrehs gegen große Abstände.

Die parabolische Form ermöglicht das, wofür Reflektoren überhaupt erfunden wurden: Licht zu sammeln und in eine gewünschte Richtung zu lenken, ohne dabei Energie zu verschwenden. Anders als flache Reflektoren oder Diffusoren arbeitet der Parabolreflektor mit einer gekrümmten Oberfläche, die alle einfallenden Lichtstrahlen parallel zur optischen Achse bündelt. Das ist insbesondere beim Außendreh entscheidend — wenn die Sonne weit weg ist, brauchst du nicht einfach mehr Licht, sondern konzentriertes Licht. Ein 2×2-Meter-Parabolreflektor kann eine Szene 20, 30 Meter entfernt noch so erhellen, dass du mit niedriger ISO und Blende arbeiten kannst.

In der Praxis funktioniert der Parabolreflektor wie eine umgekehrte Scheinwerfer-Optik: Statt Licht aus einem Punkt abzustrahlen, führt er parallele oder divergente Strahlen in einem Punkt zusammen — oder eben in einem fokussierten Strahl. Am Set setzt man ihn typischerweise gegen die Sonne ein, um Schattenseiten aufzufüllen, oder man nutzt ihn mit künstlichem Licht (etwa HMIs), um hartkantige Seitenlicht-Effekte zu erzeugen. Die Qualität des Lichts bleibt dabei straff und gerichtet — ideal für dramatisches Portraitlicht oder um Details in dunklen Bereichen zu akzentuieren. Wichtig: Je größer der Durchmesser, desto weiter reicht die Bündelung und desto schwächer die Falloff-Kante. Ein 90-cm-Parabolreflektor erzeugt schärfere Übergänge als ein 4-Meter-Modell.

Die häufigsten Materialien sind silberbeschichtete oder eloxierte Aluminium-Schalen, teilweise mit mehrfach gebrochenen Oberflächen zur feinen Licht-Modulation. In der Tierwelt — ich meine am Set bei Action-Drehten — sieht man oft Kombinationen: Ein Parabolreflektor als Hauptlicht, dahinter ein Scrim zur Schwächung, davor ein Diffusor zur Kante-Kontrolle. Das erfordert Geschick beim Positioning, aber die optische Effizienz ist unerreicht. Anders als LED-Panels oder Fresnel-Scheinwerfer erzeugt der Parabolreflektor kein eigenes Wärmeproblem und ist mobil — manche Produktionen haben nur Parabolreflektoren im Grip-Truck und sparen sich die Stromversorgung.

Wichtig für den Dreh: Die Brennweite ist nicht unwichtig. Ein flacher Parabolreflektor hat eine lange Brennweite und erzeugt straffe Bündelung auf große Distanz. Ein sehr tiefer Parabolreflektor (kurze Brennweite) konzentriert Licht näher vor der Oberfläche. Beim Dreh merkst du das sofort — der eine wirft einen harten Kreis, der andere diffuse Zonen. Mit Fokussierung und Versatz der Lichtquelle lässt sich Größe und Schärfe des Lichtkegels noch während des Drehs modulieren, ohne Diffusoren zu wechseln.

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