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Pitching
Produktion

Pitching

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Murnau AI illustration
negative pitch shooting pic production

Präsentation eines Filmkonzepts vor Geldgebern oder Produktionsleitern — Elevator-Pitch, Mood-Board, Treatment im Schnelldurchlauf. Entscheidend für Finanzierungszusage.

Du sitzt im Konferenzraum, hast fünf Minuten Zeit, und danach entscheidet sich, ob dein Projekt die nächsten zwei Jahre deines Lebens wird oder zur Akte gelegt. Das ist Pitching — und es hat nichts mit Verkaufsgetue zu tun, sondern alles mit Klarheit. Dein Job ist nicht, zu verkaufen, sondern das Bild in deinem Kopf so präzise in den Kopf des Investors zu transportieren, dass er das Risiko sieht und trotzdem ja sagt.

Im klassischen Pitch brauchst du drei Dinge: eine Story, die in zwei Sätzen sitzt (nicht drei, nicht vier), visuelle Orientierung (Referenzen, Stills, ein Mood-Board) und einen klaren Grund, warum jetzt dieser Film gemacht werden muss und nicht in fünf Jahren oder überhaupt nicht. Das Treatment kommt erst danach — beim Pitch selbst bleibt es knackig. Du erzählst nicht die komplette Geschichte, du schaffst einen Sogeffekt. Die besten Pitches, die ich gehört habe, waren von Regisseuren, die aufgehört haben zu erklären und angefangen haben, die Szenen zu zeigen — manchmal nur mit Gesten, manchmal mit drei Sekunden Video-Material, manchmal mit einer Fotografie, die auf dem Tisch landet und alles Weitere nicht mehr braucht.

Praktisch funktioniert das so: Du kennst deine Zielgruppe (Fernsehsender, Produktionsunternehmen, private Investoren — alle hören anders zu), und du bringst deine Unterlagen mit. Ein Pitch-Deck mit 10–15 Folien ist Standard — nicht mehr, sonst verlierst du die Kontrolle. Erste Folie: Titel und ein Bild. Nächste: die zentrale Frage oder das Dilemma des Films. Dann: Charaktere, Setting, Erzählstrategie. Am Ende: Budget-Größenordnung, Drehplan-Skizze, dein Team. Die Musik während der Präsentation? Unterschätzt. Ein 30-Sekunden-Soundtrack-Schnipsel kann mehr transportieren als tausend Worte.

Der häufigste Fehler: zu viel erklären. Du pitchst nicht die Welt oder die psychologische Tiefe deines Protagonisten — du pitchst den Konflikt und das Visuelle. Geldgeber entscheiden nicht rational, sie entscheiden auf Bauchebene. Wenn sie nach zehn Minuten noch nicht wissen, worum es geht oder wie der Film aussehen wird, hast du verloren. Und vergiss das höfliche Herumdrucksen: Sagen, was Sache ist, aufstehen, danke sagen, raus — das respektiert man mehr als ausschweifende Erzählungen. Ein Pitch ist keine Predigt, sondern ein Schachzug.

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