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Vorreklame
Produktion

Vorreklame

Pre-roll
Murnau AI illustration
short film theatrical short pre roll time pre screen

Werbespot, der vor dem eigentlichen Film läuft — Kino oder Streaming. Meist 15–30 Sekunden, produziert nach anderen Rhythmen als der Feature selbst.

Werbespots vor dem Hauptfilm folgen einer eigenen Produktionslogik — und das merkst du sofort, wenn du vom Feature-Dreh auf eine Vorreklame-Produktion wechselst. Während dein Feature vielleicht über 40 Drehtage läuft und narrative Zeit aufbaut, komprimiert die Vorreklame eine Botschaft in 15, 20 oder 30 Sekunden. Das zwingt zu anderen Rhythmen: schnellere Schnitte, prägnantere Lichtsetzung, aggressive Farbgestaltung. Ein Kinospot muss auf einer 15-Meter-Leinwand funktionieren und die Zuschauer in der ersten Sekunde packen — da hilft dir kein subtiles Gesichtsicht.

Die technischen Anforderungen unterscheiden sich ebenfalls. Vorreklamen werden meist in 4K produziert, oft sogar in höherer Frame-Rate oder mit speziellen Codec-Vorgaben für die Kino-Server. Streaming-Vorrollen haben andere Spezifikationen — DCP-Master für Kino, H.264 oder VP9 für Plattformen. Der Grading-Prozess ist knackiger: du hast weniger Zeit zum Experimentieren, die Color-Correction folgt meist fest vorgegebenen Brand-Guidelines. Flicker-Prävention, Loudness-Optimierung, Format-Sicherheit — alles muss makellos sein, weil Abweichungen sofort auffallen, wenn tausend Zuschauer sie gleichzeitig sehen.

Am Set selbst arbeitest du oft mit kleineren Crews und kompakteren Drehplänen. Eine Vorreklame wird häufig in ein bis zwei Tagen gedreht, manchmal sogar in einem Tag mit mehreren Setups parallel. Das erfordert Effizienz und schnelle Entscheidungen bei Licht und Kamera — du kannst nicht experimentieren wie bei einem fünfwöchigen Drehplan. Die Bildkomposition muss sofort sitzen, der Look ist oft bereits im Storyboard festgelegt.

Ein wichtiger Unterschied zur Feature-Fotografie: Vorreklamen nutzen aggressive Schnitte und visuelle Effekte intensiver. Motion-Graphics, schnelle Übergänge, Text-Overlays — das Timing muss absolut präzise sein. Im Gegensatz zu Feature-Cinematography, wo du Raum und Zeit atmen lässt, packst du hier maximale Information in minimale Dauer. Dennoch sollte die Bildqualität nicht leiden — gerade bei Produktspots oder Premium-Brands ist technische Perfektion nicht verhandelbar. Deine Lichtsetzung muss genauso durchdacht sein, nur eben verdichtet.

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