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Sequenzprotokoll
Produktion

Sequenzprotokoll

Sequence Log
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protocol log line protocol cooperation camera report

Tabellarische Übersicht aller gedrehten Takes einer Szene — Kamera-Einstellungen, Längen, Takes, verworfenes Material. Die Grundlage für Postproduktion und Archiv.

Während du am Set stehst und die Kamera läuft, dokumentiert der erste AC oder die Production Assistant parallel jede einzelne Einstellung in ein Sequenzprotokoll — das ist die Visitenkarte deiner Drehtage für die Postproduktion. Es ist keine künstlerische Angelegenheit, sondern pure Arbeitshygiene: Jeder Take bekommt eine Nummer, die Länge wird festgehalten, die Kamera-Parameter notiert, und ob das Material im Kasten brauchbar ist oder Fehler aufweist.

Die Praxis ist simpel, aber die Genauigkeit ist entscheidend. Du notierst für jede Sequenz die Szenen- und Einstellungsnummer, den verwendeten Objektiv (brennweite), die Blende, die Shutter-Einstellung bei Bedarf. Dann folgen die Takes selbst — mit Timecode-Anfang und -Ende, der exakten Dauer, und eine Kurzbeschreibung: »Schärfe auf Gesicht«, »Kamera-Move unscharf«, »Talent-Fehler« oder »OK«. Am Set nutzt du das Protokoll, um schnell zu erkennen: Welcher Take war der beste? Was ist zu kurz geraten? Mussten wir wiederholen?

In der Postproduktion wird das Sequenzprotokoll zur Gebrauchsanweisung für den Editor — es spart Stunden beim Synchronisieren von Bild und Ton, beim Organisieren der Rushes. Der Schnittmeister sieht auf einen Blick, dass Take 7 zwar länger ist, aber Take 5 die bessere Performance hat. Gleichzeitig dient das Protokoll dem Archiv und der Verwaltung: Falls nach Monaten noch Regrading oder Farbkorrekturen nötig sind, findest du den exakten Take, die Einstellungsnummer, sogar die ursprüngliche Kamera-Einstellung.

Manche Sets nutzen noch analoge Notizbücher, moderne Produktionen arbeiten mit spezieller Logging-Software oder einfach mit Google Sheets — aber die Struktur bleibt identisch. Der entscheidende Punkt: Das Sequenzprotokoll ist deine Kommunikation mit der Zukunft des Films. Ein schlecht geführtes Protokoll zerstört Effizienz in Post, ein gutes spart Zeit und Geld. Deshalb: akkurat arbeiten, keine Abkürzungen nehmen, und bei Unsicherheiten lieber eine Zeile zu viel schreiben als eine zu wenig.

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