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Quadratpixel
Kamera

Quadratpixel

Square Pixel
Murnau AI illustration
non square pixel picture element pixel aspect ratio pixel pitch

Pixelformat mit 1:1-Seitenverhältnis — digitale Kameras und moderne Monitore arbeiten damit. Klassisches DV und SD-Video nutzte rechteckige Pixel, was zu Verzeichnungen führte.

Am Set merkst du den Unterschied zwischen Quadrat- und Rechteckpixeln vor allem dann, wenn du mit älteren SD-Kameras oder DV-Material arbeitest und es auf moderne Displays bringst. Ein Quadratpixel hat ein Seitenverhältnis von 1:1 — Breite und Höhe sind identisch. Das klingt banal, ist aber fundamental für die gesamte digitale Bildverarbeitung. Moderne digitale Kinokameras, DSLRs und praktisch alle zeitgenössischen Monitore arbeiten ausschließlich mit Quadratpixeln. Das ist der Standard, auf den sich die Industrie geeinigt hat.

Beim klassischen PAL-DV oder SD-Video war das anders. Diese Formate nutzten rechteckige Pixel — typischerweise mit einem Seitenverhältnis von etwa 4:3 auf dem Sensor, obwohl die fertige Bildausgabe 16:9 war. Das führte zu einer Verzerrung: Ein Kreis, den du während der Aufnahme sahst, wurde beim späteren Abspielen zu einer Ellipse. Beim Schneiden musste man das Pixel-Aspect-Ratio (PAR) manuell korrrigieren — in deiner NLE unter den Sequenz-Einstellungen. Viele alte Schnittplätze hatten spezielle Monitore, die diese Verzerrung kompensiert haben, sodass die Cutter das Material unverzerrt sahen.

In der Praxis heute: Wenn du DV-Material oder altes HDV digitalisierst, musst du beim Ingest die Pixel-Aspect-Ratio korrekt setzen — meist 1.5:1 für PAL oder 1.2:1 für NTSC — sonst sieht alles verzerrt aus. Moderne Formate wie ProRes, DNxHR oder natives 4K/UHD nutzen konsequent Quadratpixel. Das vereinfacht den gesamten Post-Workflow erheblich. Du brauchst keine Korrektionen mehr vorzunehmen, die Grafiken und Titles rendern direkt korrekt, ohne Verzerrungsartefakte. Auch beim Color-Grading fällt weg, dass du im Hinterkopf eine Pixel-Verzerrung mitberücksichtigen musst — du siehst das Bild exakt wie es rausgeht.

Wichtig: Quadratpixel sind nicht dasselbe wie das finale Seitenverhältnis des Bildes (z.B. 16:9 oder 2.35:1). Das Seitenverhältnis beschreibt die Geometrie des gesamten Frames. Quadratpixel bedeuten nur, dass jedes einzelne Pixel selbst quadratisch ist. Wenn du eine 1920×1080-Timeline anlegst, hast du 1920×1080 Quadratpixel — und raus kommt ein 16:9-Bild. Sauber, keine Überraschungen.

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