Stehlampe mit Schirm auf Stativ — mobile Grundbeleuchtung für Set, Interview oder schnelle Nachjustierungen. 2–5 kW, meist mit Halogen oder LED.
Der Standard ist dein Arbeitstier auf jedem Set — eine robuste Stehlampe mit Schirm auf stabilem Stativ, die schnell positioniert und justiert werden muss. Im Gegensatz zu schweren Fresneln oder aufwändigen Konstrukten stellst du einen Standard in Sekunden auf, wechselst die Lampe, regulierst die Höhe nach. Das macht ihn unverzichtbar, wenn die Zeit drängt oder Platz knapp ist.
Typischerweise arbeitest du mit 2 bis 5 kW — häufig Halogen-Scheinwerfer (500 bis 2000 Watt Halos) oder zunehmend LED-Köpfe, die weniger Hitze erzeugen und flexibler in der Farbtemperatur sind. Der Schirm (meist weißer oder silberner Reflektor) bündelt das Licht und verhindert unnötige Streustrahlung ins Publikum oder in fremde Bereiche. Für Interview-Setups oder dokumentarisches Drehen ist der Standard dein erstes Licht — schnell, zuverlässig, kontrollierbar. Du kannst ihn kippen, schwenken, die Farbtemperatur justieren und sofort wieder fahren, wenn die Talent-Position sich ändert.
Praktisch arbeitest du den Standard häufig mit Diffusion oder Bounce kombiniert — ein Schaumstoff-Schirm oder eine 1x1-Silk dahinter für weiches Licht. Auch als Key, Fill oder Kicker einsetzbar, je nach Entfernung und Spieglung. Wichtig: Der Standard braucht eine solide Basis (Sandsäcke nicht vergessen), denn ein umgestürzter 2-kW-Standard ist nicht nur teuer, sondern auch brandgefährlich.
Im Set-Aufbau platzierst du Standards oft als primäre Ausleuchtung, während Fresnels oder spezialisierte Leuchten (siehe auch: Fresnel, Par, Kino-Licht) später für Akzente kommen. Der Vorteil: Der Standard ist einfach zu bedienen, erfordert minimales Setup-Wissen und läuft zuverlässig stabil. Nachteil: Weniger fokussierbar als ein Fresnel, weniger Intensität beim Zoomen, und die Hitzeentwicklung bei älteren Halogen-Modellen kann im engen Raum zum Problem werden. LED-Standards beheben das weitgehend, kosten aber mehr.